Wir kommen uns beschweren


Mit verschiedenen Mosaikbausteinen entwirft der Dokumentarfilm „Wir kommen uns beschweren“ ein Motiv, das zeigt, wie eine lokal verortete Auseinandersetzung um den Bau einer Filiale der Schnellrestaurantkette Mc Donald’s eine Matrix für einen globalen Diskurs liefert und die Frage stellt: wie wollen wir leben?

Der Dokumentarfilm „Wir kommen uns beschweren“ besteht aus 71 Variationen, die sich zum Teil assoziativ, zum Teil ganz konkret mit dem Phänomen Widerspruch auseinandersetzen. Dabei wird mit verschiedenartigen Mosaikbausteinen ein Motiv entworfen, das zeigt wie eine lokal verortete Auseinandersetzung um den Bau einer Filiale der Schnellrestaurantkette Mc Donald´s in Berlin-Kreuzberg eine Matrix liefert für einen globalen, gesellschaftlichen Diskurs, der um die Fragestellung kreist: Wie wollen wir leben?
Fünf Protagonisten – eine Hausfrau mit zwei Kindern, eine junge Studentin (beide Mitglieder der Bürgerinitiative gegen Mc Donald´s), eine Rentnerin, ein Professor für Politikwissenschaft und ein Webdesigner – bilden die roten Fäden, die sich um die Protest-Debatte kreisend, verknüpfend durch den Film ziehen. Darüber hinaus ergänzen weitere ernährungs- und gesellschaftspolitische Positionen (Slow Food- Anhänger, Ernährungswissenschaftler, Politiker, ein Foodwatch- Aktivist, ein Tai Chi Meister, ein Meteorologe, Passanten etc.) das filmische Konstrukt, das auch herkömmliche, erzählerische Konventionen, dokumentarische Anordnungen und gesellschaftliche Verhältnisse hinterfragt.

Mitwirkende:
Katrin Schmidtberger, Birgit Rau, Mario Schneider, Peter Grotian

Buch/Regie:
Sobo Swobodnik

Kamera:
Dietmar Ratsch

Schnitt:
Birgit Decker

Schnittassistenz:
Akgün Akdogan

Ton:
Franz Polzer

Tonmischung:
Roman Strack

Musik:
Claudia Fierke

Produzent:
Dietmar Ratsch

Filmfest München 2008

Kurzinfos

Ein Dokumentarfilm von Sobo Swobodnik

Deutschland, 2008

72min, HDV

Eine Produktion der INDI FILM GmbH