
Seit Generationen haben Russlanddeutsche Unterdrückung, Verfolgung und Umsiedlungen ertragen. Immer wieder wurden sie von zu Hause vertrieben. Nun wollen sie endlich Wurzeln schlagen, mit einem eigenen Haus in der neuen alten Heimat Deutschland. Noch strebsamer als einheimische Schwaben verfolgen Kolja, Eli, Waldemar und Alexej ihren Traum vom Eigenheim. Alles was man auf dem Bau selbst machen kann, wird in Eigenarbeit erledigt, so fachmännisch wie eben möglich – krumme Wände lassen sich beim Verputzen nachbessern. Die ganze Familie hilft mit, und schon bevor der Fußboden fertig ist wird eingezogen.
Seit Generationen haben Russlanddeutsche Unterdrückung, Verfolgung und Umsiedlungen ertragen. Immer wieder wurden sie von zu Hause vertrieben. Nun wollen sie endlich Wurzeln schlagen, mit einem eigenen Haus in der neuen alten Heimat Deutschland. Noch strebsamer als einheimische Schwaben verfolgen Kolja, Eli, Waldemar und Alexej ihren Traum vom Eigenheim. Alles was man auf dem Bau selbst machen kann, wird in Eigenarbeit erledigt, so fachmännisch wie eben möglich – krumme Wände lassen sich beim Verputzen nachbessern. Die ganze Familie hilft mit, und schon bevor der Fußboden fertig ist wird eingezogen.
Eli und David Ott bauen in Bad Krozingen ein Doppelhaus, zusammen mit ihren beiden Söhnen, der Tochter, dem Schwiegersohn und den Enkelkindern. Für ein Jahr spielt sich fast das komplette Familienleben auf der Baustelle ab. Alle packen mit an, damit bald wieder alle unter einem Dach und in den eigenen vier Wänden leben können, so wie damals in Kirgisien. Dort war das eigene Haus der einzige Ort, wo sie deutsch sprechen durften und vor Anfeindungen wegen ihrer deutschen Herkunft geschützt waren.
Paul hat noch selbst erlebt, wie damals in Sibirien die Russlanddeutschen unterdrückt wurden: In der Schule wurde er bestraft, wenn er in der Pause mit seinen Freunden deutsch sprach. Heute ist er froh, wieder im Vaterland seiner Vorfahren zu leben. In Lahr hilft er seinem Sohn Alexej auf dessen Baustelle, obwohl dieser am liebsten alles allein und mit den eigenen Händen machen möchte. Die Installation der Wasserleitungen stellt ihn allerdings vor einige Probleme, aber mit viel Eigenleistung lässt sich am meisten sparen. Alexejs Frau Elena steht voll hinter ihrem Mann, allerdings beklagt sie sich doch sehr, dass sie seit Beginn der Bauarbeiten praktisch allein erziehend ist. Um Miete zu sparen zieht die Familie so früh es geht ein, obwohl noch nicht einmal die Türen eingebaut sind.
Russlanddeutsche sind es gewohnt, bei Null anzufangen. Ihre schicksalhafte Geschichte ist geprägt von Flucht und Vertreibung. Die Rückkehr nach Deutschland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war ein Aufbruch in die Heimat der Vorfahren, und trotzdem eine Reise in die Fremde. Es stellte sich heraus, dass Russlanddeutsche auch in Deutschland nicht wirklich „zu Hause“ sind, für viele Einheimische gelten sie einfach als Russen.
Das selbstgebaute Eigenheim soll nun der sichere Ort sein, von dem man sich nicht mehr vertreiben lassen möchte. Zumindest für die Kinder und die kommenden Generationen soll zwischen Heimat und Vaterland kein Unterschied mehr bestehen.
Buch, Regie & Kamera:
Dennis Siebold
2. Kamera:
Manuel Graubner, Gunther Merz
Montage:
Katharina Kulinsky
Musik:
Frank Schreiber
Tonmischung:
Christian Eickhoff
Schnittassistenz:
Moritz Thinnes, Jonathan Frank
Wissenschaftliche Beratung:
Florian Heidegger
Produktionsassistenz:
Agostino Imondi
Produktionsleitung:
Jochen Dickbertel (SWR)
Producer:
Sonia Otto
Produzent:
Arek Gielnik
Redaktion:
Gudrun Hanke El-Ghomri (SWR)