Hochburg der Sünden

Aysel ist gläubige Muslima und lebt seit vielen Jahren ein wohl behütetes Leben als Hausfrau und Mutter in der schwäbischen Provinz. Als sie erfährt, dass am Stuttgarter Staatstheater türkische Laiendarstellerinnen für die Tragödie “Medea” gesucht werden, sieht sie die Chance ihrer Langeweile zu entfliehen und bewirbt sich…

Der Regisseur Volker Lösch inszeniert die Tragödie Medea mit türkischen Laiendarstellerinnen. Er will die Narrenfreiheit des Theaters nutzen, um in die teils sehr verschlossene Welt der muslimischen Frauen vorzudringen. Während der Entstehung des Stücks, wird die Gläubige Muslimin Aysel mit den tragischen Lebensgeschichten anderer muslimischer Frauen konfrontiert, die sie bisher nur von Hörensagen kannte. Als einzige Kopftuchträgerin muss sie ihre Werte und ihren Lebensstil gegenüber moderneren Türkinnen verteidigen. Zerrissen zwischen der Sehnsucht nach Freiheit und der eigenen Tradition, gerät Aysel in einen Glaubenskonflikt und wird gezwungen, ihr eigenes Leben zu hinterfragen. Aysel beginnt zu kämpfen, gegen Klischees, gegen die “Sittenlosigkeit” am Theater und zuletzt gegen sich selbst.

Mit: Aysel Kilic, Annabella Akcal, Hülya Özkaner, Selda Vogelsang, Volker Lösch, Beate Seidel, Suzan Ögünc, Fatma Gülcan Genc, Ruhsar Aydogan, Yasmin Sen, Bernd Freytag, Lale Asasi, Aynur Sahin, Nuray Kahraman, Senay Yilamz, Sebnem Maier,Tülay Deniz, Jessica Foitzik, Serap Yadigar

in einer Inszenierung der Tragödie MEDEA von Euripides in der Übersetzung von Peter Krumme am Staatstheater Stuttgart

Buch & Regie:
Thomas Lauterbach

Kamera:
Gunther Merz

Schnitt:
Dominique Geisler

Ton:
Thomas Lauterbach

Tonmischung:
Markus Schäffler

Musik:

„Belalim“
Komposition: Zülfü Livaneli
Text: Sezen Aksu & Zülfü Livaneli
AUTOBAHN MUSIK GMBH
mit freundlicher Genehmigung von Zülfü Livaneli

„Halay Enstrumantal“
Komposition: Hasan Yurtseven
mit freundlicher Genehmigung von
Yurteseven Kardesler

Produktionsassistenz:
Jasmin Rothenbücher

Produktionsleitung:
Jochen Dickbertel (SWR)

Producer:
Sonia Otto

Produzent:
Arek Gielnik

Redaktion:
Gudrun Hanke- El Ghomri

Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm 2008
(Gewinner der Goldenen Taube im Deutschen Wettbewerb,

Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 2008,

FILMZ Mainz 2008,

BaKaForum SRG SSR (idée suisse Prix 2009), Visión du Réel 2009,

Canadian International Documentary Festival Hot Docs 2009,

31th Moscow Film Festival 2009,

Prix Europa Kategorie TV-IRIS 2009 (lobende Erwähnung),

Astra Filmfestival Sibiu 2009,

MOVE IT Filmfestival Dresden 2009, Festival of German Cinema London und Dublin 2009,

WATCH DOCS Human Rights in Film Festival Warsaw 2009,

DOX BOX IDF Damascus 2010,

Türkisch-Deutsches Filmfestfestival Nürnburg 2010,

DocuDays HRFF Kyiv 2010,

Tranzyt Documentary Film Festival2010
(People’s Choice Award und Lobende Erwähnung in der
Kategorie „Bester ausländischer Dokumentarfilm über 60 Minuten“)

Kurzinfos

Buch und Regie:
Thomas Lauterbach

Kino-Dokumentarfilm, 79 min., SWR

Eine Koproduktion von
INDI FILM und Südwestrundfunk
gefördert von der
MFG Filmförderung Baden-Württemberg

VERLEIH

Mindjazz Pictures
Kinostart: 11. März 2010

Weltvertrieb

Deckert Distribution