12. Mai 2012
Wir freuen uns darüber, dass der Dokumentarfilm Hope is on our Side von Francesca Araiza Andrade und Agostino Imondi Entwicklungsförderung durch das Kuratorium junger deutscher Film erhalten hat. Der Film erhielt bereits von die FFA Projektentwicklungsförderung.
Hope is on our Side dokumentiert die menschenunwürdigen und lebensbedrohlichen Lebensumstände der Bevölkerung im Südural beschreibt, die durch atomar verseuchte Regionen entstanden sind. In der Atomwaffenfabrik Mayak im Südural kam es 1957 zu einem GAU, der ein ähnliches Ausmaß wie die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl hatte. Bis heute ist die Region atomar verseucht, die Regierung weigert sich aber nach wie vor, die Menschen umzusiedeln. Die Rechtsberaterin und alleinerziehende Mutter Nadezhda Kutepova wuchs im Schatten von Mayak, in der „geschlossene Stadt“ Ozersk auf. Bereits ihre Großmutter hatte als Chemie-Ingenieurin Plutonium für die erste russische Atombombe entwickelt, und ihr Vater arbeitete in Mayak als Liquidator. Beide starben aufgrund der Strahlenbelastung an Krebs. Nadezhda, deren Name übersetzt Hoffnung bedeutet, setzt sich wie eine russische Erin Brockovich für die Rechte der Menschen vor Ort ein und riskiert dabei ihr Leben. Denn dem Staat ist die Arbeit von Nadezdha und ihrer NGO Planet of Hopes ein Dorn im Auge.